Niederländisch – Deutsch Freundschaftsfest
am 03. Oktober in Hommersum

Bei dem Aufbau der Fahnenmasten am 12. August war es noch trocken und sonnig. Leider war es am Samstag 03. Oktober beim feierlichen erstmaligen hissen sehr nass.

Trotz strömenden Regen war eine kleine Hundert Menschen am Samstag 03. Oktober nachmittags zur Niederländisch – Deutsch Freundschaftsfest in Hommersum gekommen.
Das Freundschaftsfest war der Abschluss des Projektes “Freundschaftsflaggen”, ein Project vom Heimat- und Verschönerungsverein e.V. Hommersum und der niederländischen Stiftung ‚Stichting Gennep-Niers-Goch‘.

Schon im Juni 2019 bei dem festlichen Wechsel der Ausstellung “150 Jahr Boxteler Bahn” von Goch nach Gennep, hatte der HVV bei der Fußgänger- und Fahrradbrücke der Boxteler Bahn über die Kendel drei Flaggen (die deutsche, niederländische und europäische Flagge) aufgestellt. Weil die Fahnenmasten nur eine Leihgabe waren, wurden sie dort wieder abgebaut. Das hat zu Fragen und Diskussionen geführt, mit dem Ergebnis, dass jetzt mit finanzieller Unterstützung der Euregio, eigene Fahnenmasten vom Heimat- und Verschönerungsverein e.V. Hommersum angeschafft wurden.

Der Heimat- und Verschönerungsverein e.V. Hommersum und die Stichting Gennep – Niers – Goch möchten mit den Flaggen auf die grenzüberschreitenden Freundschaften und oftmals sogar familiären Verbindungen besonders hier im Grenzgebiet hinweisen.

Vor Gründung des Königreichs der Niederlande in 1815 umfasste Hommersum auch große Teile von was jetzt der Gemeinde Gennep ist. Bis nach der Zweite Weltkrieg blieb die Grenze faktisch offen und blieben die Familienbindungen an beide Seiten der Grenze.
Darum wurden diese Einwohner als den Niederlanden und Deutschland an beide Seiten der Kendel eingeladen zum Freundschaftsfest.

Leider wurde der Ablauf des Festes durch den Dauerregen durcheinander geschmissen. Leider konnte die Harmonie Sint Caecilia aus Ottersum / Ven Zelderheide nicht die jeweiligen Nationalhymnen spielen, während die drei Flaggen bei der Fußgänger- und Fahrradbrücke an der Boxteler Bahn gehisst wurden. Am Dorfplatz bei der Gaststätte Evers war kurzfristig ein Zelt aufgestellt, aber diese war zu klein um, unter Einhaltung der Corona Regeln, die Harmonie trocken spielen zu lassen.

Der Koordinator des Projektes Antoon Rodoe sprach in seine kurze Ansprache über die Historie des Projektes und das Zusammenleben von Deutschen und Niederländer an beide Seiten der Grenze. Er endet mit den Niederländischen Sprichwort „Lieber ein guter Nachbar als ein ferner Freund“.

Die erste stellvertretende Bürgermeisterin, Frau Gabrielle Theissen

Als Vertreter der Stadt Goch war die erste stellvertretende Bürgermeisterin, Frau Gabrielle Theissen gekommen. Sie nannte die Bewohner an beide Seiten der Grenzen „zwei Nachbarn, die staatsrechtlich eine Grenze trennt, aber mit diesem heutigen Tag dokumentieren, wie eng sie sich einander verbunden fühlen. Diese Nachbarn sind, wie der ehemaligen Bundesaußenministers Hans-Dieter Genscher es nennt, alle Botschafter ehrenhalber. Viele solcher Botschafter haben dafür gesorgt, dass es die Landesgrenze eigentlich nur auf dem Papier gibt. Wir treffen grenzüberschreitend Freunde und Bekannte, das ist ein wichtiger Teil unseres kommunalen Alltags geworden. Und das ist gut so. Denn wir alle wissen, wie wichtig ein friedliches, ein geeintes Europa ist. Im Großen wie auch im Kleinen, so wie hier in Hommersum.

Anschließend wurden gleichzeitig die 3 Fahnen gehisst. Die deutsche Fahne wurde von Frau Theissen gehisst. Die niederländische bzw. europäische Fahne wurden von Hans Cobussen, Vorsitzender von der Stichting Gennep-Niers-Goch bzw. Andrea Bodden, Vorsitzender vom Heimat- und Verschönerungsverein e.V. Hommersum gehisst. Langsam wurde der Regen weniger und konnte das Fest mit Würstchen vom Grill und Getränke auf dem Dorfplatz sich zu ein echtes Freundschaftsfest zwischen die niederländischen und deutschen Besucher entwickeln.