
Der Hommersumer Carnavalsvereniging „H.C.V.“
(Hommersumer Karnevalsverein)
Wir feiern Karneval mit den Menschen…
Ihr kennt alle die verschiedenen Karnevalsvereine in der Umgebung, die Verbindungen untereinander sind stark und es findet viel Austausch statt. Aber seit 1995 ist noch ein weiterer Karnevalsverein mit dem Deutsch klingenden Namen HCV aktiv. Dieser „Verein“ begann mit drei Paaren, von denen die „Mädels“ die drei Reintjes-Schwestern sind. Erica Reintjes und Patrick Deenen, Thea und Nol Simons-Reintjes und Ricky und Jeu Boumans-Reintjes. Abgesehen davon, dass sie miteinander verwandt sind, ist auch das Band der Freundschaft sehr stark. Und das liegt nicht zuletzt am HCV.
Wie entstand der HCV?
1994 hat es sozusagen angefangen, meinen sie selbst. Sie erzählen: „Im Dragonder in Gennep wurde aus Spaß ein Kaiser gekrönt. Wir wurden dazu eingeladen. Wir hatten schon eine Weile daran gearbeitet, einen alternativen Karnevalsverein zu gründen. Obwohl wir begeisterte Karnevalisten sind, wollten wir all diese Regeln und Traditionen nicht. Wir wollten einfach nur gemütlich mit den Leuten Karneval feiern. Vor dem Auftritt des Kaisers im Dragonder kaufte Jeu auf dem Vrije Markt in Katwijk zwei Hüte für fünf Gulden. Diese Hüte waren allerdings etwas kahl, also mussten Federn drauf. Wir fragten Tonnie Wilbers aus Gennep, der auch schon Karnevalsprinz der Bombakkes gewesen war, ob wir uns seine wunderschönen Fasanenfedern ausleihen dürften. Das ging, aber Tonnie sagte: „Ihr müsst aber vorsichtig damit sein.“ „Natürlich“, sagten wir. Aber nun ja, es war so ein riesiges Fest im Dragonder, dass die Federn am Ende des Abends an gut zehn Stellen abgebrochen waren. Aus den Federn, die noch etwas hergaben, ließen wir bei Van Riet einen kleinen Blumenschmuck anfertigen und bei Tonnie vorbeibringen. Er konnte dem glücklicherweise den Humor abgewinnen. Er hat es verstanden.
1995 sind wir zum ersten Mal in voller Montur zum Karneval nach Gennep gefahren. Die Männer in schwarzen Anzügen und Zylindern, die Frauen in Dirndln. Die etablierten Karnevalsvereine waren nicht sofort von uns begeistert, und es kostete daher einige Mühe, auf die Billardtische zu kommen, aber letztendlich gelang es doch. Alle Dörfer hatten bereits einen offiziellen Karnevalsverein, außer Hommersum, das wussten wir. Als man uns fragte, woher wir kämen, sagten wir spontan: „uutt Hommersum“. Während des Karnevals sprechen wir daher auch nur „Hochdeutsch“.
Wir begannen mit zwei Karnevalsprinzen, Jeu und Nol. Leider ist Jeu im Jahr 2024 verstorben. (In Memoriam siehe unten.) Wir haben keinen Fürsten, sondern einen Oberbürgermeister: Patrick. Diese Struktur haben wir schon seit Jahren und sie wird sich auch nicht mehr ändern.

De mannen, van links naar rechts: Jeu, Patrick en Nol..De vrouwen van links naar rechts: Ricky, Thea en Erica
Bei unserem 11-Jähriges Jubiläum wurde uns eine Feier im Hotel de Kroon angeboten. Da kamen unglaublich viele Leute! Karnevalsvereine, Joekskapellen, der Saal war fast zu klein. Wir hatten die Gäste gebeten, keine Geschenke mitzubringen, sondern lieber etwas Essbares. Und das kam dann auch: Platten mit Käse, Würstchen, Frikadellen, Kroketten, Brötchen, Gurken. Es gab für alle reichlich zu essen. Und wie gemütlich es war. Ein Geschenk bekamen wir doch noch. Die Joekskapelle Nève d’n Diepvries fuhr mit dem Zug von Goch nach Altenahr hin und zurück, um bei den Weinfesten Musik zu machen, und wir wurden eingeladen, mitzufahren. Feier in den deutschen Zügen schon um 7 Uhr morgens. Um 20 Uhr fuhren wir mit dem Zug wieder nach Hause, und auch da wurde wieder kräftig gefeiert. Musik von der Joekskapel, und wir tanzten mit den Deutschen Polonaise durch den Zug und auf den Bahnhöfen.
Es gab sogar Leute, die uns Geld geben wollten, weil sie einen so schönen Tag hatten… Wir waren vier Jahre lang dabei, und es war jedes Jahr wunderbar.
Am Anfang gingen wir zu den Empfängen der Prinzen, die wir kannten, und das waren ziemlich viele. Natürlich auch in Heijen. So lernten wir natürlich viele andere Vereine kennen und verstanden uns gut mit den anderen Räten. Schließlich wurden wir immer öfter gefragt, und jetzt ist es so, dass wir, wenn wir eine Einladung erhalten, immer versuchen, zu den Empfängen zu gehen.
Wir haben in Gennep am Sommerkarneval teilgenommen. Ein karnevalistischer Bootsumzug auf der Niers. Wir hatten ein kleines Boot gebaut, die „Regina 1“, benannt nach der damaligen Wirtin des Cafés Evers in Hommersum, die Regina hieß. Während des Erntedankfestes in Hommersum taufte Regina unser Boot, aber als wir am anschließenden Umzug teilnehmen wollten, wurden wir abgelehnt. Wir waren nicht „offiziell angemeldet“. Ja, und dann darf man nicht mitlaufen! Da haben wir eben am Straßenrand gefeiert. Als wir nach dem Umzug dem Festkomitee des Erntedankfestes unser Geschenk überreichen wollten, tat es ihnen leid. Wir hatten dann doch noch ein sehr schönes Fest zusammen mit ihnen.
Wir haben auch einen kleinen Wagen, auf dem unsere Jungs stehen können, und die Fahne. Während des Karnevalsumzugs in Gennep stehen wir am Rande des Umzugs. In unserem Wagen haben wir Erfrischungen und bieten den Leuten manchmal ein Getränk an, manchmal rollen wir den roten Teppich für alle vorbeiziehenden Gruppen aus. Dass der Umzug dadurch etwas länger dauert, nimmt jeder gerne in Kauf. Regelmäßig bleiben Gruppen auf dem Rückweg noch ein wenig stehen, um den Moment nachklingen zu lassen.
Wir haben schöne Erinnerungen an die Coloradokevers: Kleine Prinzen werden groß, und mit einigen dieser Prinzen können wir nach all den Jahren nun ein Bier trinken.“
Am 22. Januar 2017 haben wir bei 4-Events in Gennep unser 22-jähriges Jubiläum gefeiert. Ab 11 Uhr morgens haben wir mit über 1300 Menschen gefeiert! Es war unvergesslich. Am Karnevalsmontag haben wir unseren Empfang im Hotel de Kroon gefeiert, genau wie 11 Jahre zuvor. Wir haben unsere ganz eigene Art, Karneval zu feiern. „Karneval Wie Nie!“ – so nennen wir das. Dieser Slogan steht auch auf unsere Fahne. Zum Glück merken wir, dass es sehr viele Menschen gibt, denen das auch gefällt.
In Memoriam Jeu Boumans
Sprakeloosheid, stilte, ongeloof en veel verdriet. Het werd op donderdag 18 januari 2024 stil toen het verdrietige bericht van het plotselinge overlijden van Jeu Boumans doorsijpelde. Tijdens het begeleiden van speciaal transport voor zijn werkgever Van Grinsven BV waarvoor Jeu jarenlang op grote hoogte actief was stierf hij. Jeu werd 61 jaar.
Niet alleen in zijn werk stuwde hij naar grote hoogte. Samen met de vijf andere leden van de Hommersummer Carnavals Verein (HCV) maakte hij van elke bezochte bijeenkomst een hoogtepunt. In het gezelschap vormde Jeu met zwager Nol het prinselijke duo. Jeu’s andere zwager Patrick was de Bürgermeister. Echtgenote Ricky en haar zussen Thea en Erica de prinsessen.
Jeu stond in januari 1995 aan de wieg van HCV Hommersum. Getooid met een prinsensteek vol met pauwenveren en gekleed in zwart kostuum trokken de zwagers naar het carnaval in Gennep. De scepsis bij de raadsleden van ‘t Bombakkes waren snel weg.
“We mochten die dag al op het biljart bij Hotel De Kroon. Dat was heel wat”, vertelden de leden in een interview in 1Gennep ter gelegenheid van het 2×11-jarig bestaan. Het artikel kopte met ‘Carnaval voor iedereen’, en dat is wat prins Jeu en zijn gevolg altijd uitgedragen heeft.
Zijn Sjeng rustte nooit. Op het ritme van de vastelaovendmuziek stampten Jeu, Nol en Patrick ermee op de grond. En als er hardrock of metal uit de speakers klonk deed de Sjeng dienst als luchtgitaar. Jeu en HCV genoten als ook anderen genoten. Vastelaovend is immers voor iedereen.
Vastelaovendvierders maken plezier, lachen en huilen samen. Talloze mensen toonden een welgemeende blijk van medeleven aan Jeu’s echtgenote Ricky, de familie. ‘Het zal een stuk stiller zijn zonder jou’, reageerde CV De Wortelpin uit Heijen.
‘t Bombakkes (Gennep) meldde: Enne mins dén Vastelaovend aojemde, Enne mins mit prachtige verhaole, Enne mins mit zeveul energie, Enne mins vör jong en ald, Enne mins dén kos verbiende, Enne mins uut duuzende.
De familie schreef: ‘Jeu stond altijd voor ons klaar en gaf ons geborgenheid, liefde en plezier. Zo was hij zijn hele leven, een schat voor ons allen. Hem te moeten missen zal ons heel zwaar vallen.’
De familie nam dinsdag 23 januari in besloten kring afscheid van Jeu nadat tallozen hem in Gennep een laatste eer bewezen langs de route naar het uitvaartcentrum.

