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Chronik Hommersum

1944

Durch die Luftangriffe auf Kleve und Emmerich am 07. Oktober kommt auch Hommersum in den Bereich der direkten Kriegshandlungen. Die Luftlandung Montgomerys Heeresgruppen bei Arnheim misslingt, so dass sich weitere Vorbereitungen der Alliierten bis zum Frühjahr 1945 hinziehen.



1945

Es ereignen sich erbitterte Kämpfe auch in Hommersum. Die Engländer besetzen Goch und Umgebung, die Bevölkerung wird nach Bedburg-Hau evakuiert. In der Gemeinde Hommersum wird es still. Nur wenige halten sich dort versteckt. Doch nach und nach ziehen viele der Evakuierten in ihre Dörfer zurück. Auch die Hommersumer machen sich bereit. Aber nicht alle können in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Engländer errichten eine Sperrzone bis Viller und Heyssenhof. Diese Zone bleibt menschenleer. Allmählich normalisiert sich jedoch das Leben in Hommersum wieder.



1946

Am 05. Januar des Jahres bekommt Hommersum wieder einen Pfarrer: Josef Meyer, der das Dorfleben bis in die 70er Jahre hinein nicht unerheblich mitgestaltet. Die offizielle Einführung findet am 07. März im Zeichen von Armut und Not, aber doch getragen von Mut und Hoffnung, statt. Die Pfarrgemeinde Südlohn, in der Pfarrer Meyer vorher wirkte, hat in Anbetracht der großen Not in Hommersum einen ganzen Wagen voll "Liebesgaben", wie Kleider, Wäsche, Holzschuhe gespendet. Von nun an soll es nur noch aufwärts gehen: 18. März...für Jugendliche von 15 bis 20 Jahren wird wieder Religionsunterricht erteilt. 24. März...die Bistumszeitung "Kirche und Leben" erscheint. 31. März...Abstimmung über die konfessionelle Schule. 16. Juni...Erstkommunion. 29. September...Erntedankfest. Zum ersten Mal ziehen vier geschmückte Erntewagen durch Hommersum und holen das erste Erntekönigspaar, Johann Urselmans und Johanna Pellen, von ihren Wohnungen ab und geleiten es mit einem Hofstaat zum Hofe Lintzen, wo man sich abends bei Tanz und Gesang auf der Tenne erfreut. Ab Oktober des selben Jahres wird für die nächsten zwei Jahre die hl. Messe in der Gaststätte Evers gefeiert.



1947

Dieses Jahr steht ganz im Zeichen des Wiederaufbaues der Kirche und des Pfarrhauses. Die Gemeinde beteiligt sich mit Spenden (hauptsächlich Naturalien) und ihrem großen Arbeitseifer daran. Am 12. Juni feiert Pfarrer Josef Meyer sein 25jähriges Priesterjubiläum. Lehrer Heinrich Bolten, aus der Kriegsgefangenschaft heimgekehrt, hat inzwischen die Leitung der Schule übernommen. Die Jugend wird langsam wieder aktiv. Am 22. führen sie auf dem Hof vom Christian Schoofs ein Theaterstück auf. Der Erlös gilt dem Wiederaufbau der Kirche.



1948

Mit Hilfe der ganzen Gemeinde gelingt es, die Kirche neu zu errichten. Am 12. September wird der letzte Gottesdienst in der Gaststätte Evers abgehalten. Zwei Tage später wird die Kirche in Hommersum geweiht.



1949

Da der Raum in der Gaststätte Janssen für den Schulunterricht zu eng ist, beschließt man, die Räume der früheren Kapelle in der Gaststätte Evers hierfür zu nutzen. Man hat dort zwei voneinander getrennte Zimmer zur Verfügung. Im Dezember diesen Jahres wird sogar schon die neue Schule eingeweiht. Lehrer Nitsch ist nun Schulleiter. Die Hommersumer Schule ist die erste, die nach dem Krieg im Kreis Kleve neu errichtet wird.



1950-1953

Von 1950 bis 1953 nimmt das Dorfleben seinen gewohnten Gang, jedoch wird es vom Wiederaufbau geprägt.



1954

Im Frühjahr werden zwei neue Glocken für die Kirche eingeweiht.



1956

Der Lehrer Karl-Heinz Nitsch, der seit November 1948 in Hommersum tätig ist, wird im August nach Kessel versetzt. Für ihn kommt der Junglehrer Franz Rasokat nach Hommersum. Außer ihm unterrichtet noch die Lehrerin Angela Klein. Beim Erntedankfest stammt die Erntekönigin (Margarete Gerits; Erntekönig: Gerd Bodden) zum ersten Male nicht aus Hommersum.



1958

Am 15. August des Jahres wird nun endlich in Münster die Landjugendgruppe Hommersum angemeldet. Sie ist damals noch in eine Mädchen- und eine Jungengruppe aufgeteilt. Vorsitzende der Mädchengruppe ist Regina Evers, Vorsitzender der Jungengruppe ist Vinzenz Bodden. Beide sind heute noch Ehrenmitglieder in der KLJB Hommersum. Im Pfarrhaus steht der Jugend zwar ein Raum zur Verfügung, der jedoch mit dem heutigen Jugendheim nicht zu vergleichen ist. Am 9. November stirbt der Amtsbürgermeister Dr. jur. Utr. Heinrich Arians vom Hommersumer Kapellenhof im Alter von 72 Jahren.



1959

In den Aufzeichnungen von Pfarrer Meyer erscheint folgender Satz zur Landjugend: "Die Landjugend Hommersum Hassum richtet ein ländliches Seminar für die Wintermonate mit 14 Bildungsabenden im Jugendheim zu Hassum ein.“



1960

Die Borromäusbücherei erhält einen neuen Raum. Jeder hat die Möglichkeit, Bücher auszusuchen. 900 Bücher stehen dem Verleih zur Verfügung. Am 1. Oktober feiert das Dorf bereits das 15. Erntedankfest. Gerhard Jansen und Maria Hermsen bilden das Königspaar. Zum ersten Mal wird die Grenze nach Holland wieder geöffnet, um so den Nachbarn auch einen Besuch zu ermöglichen. Außerdem gibt es eine Neuerung beim Erntedankfest: das Essen des Königspaares mit dem Hofstaat findet nicht mehr beim König, sondern in der Gaststätte Evers statt. Am 14. Oktober hält Herr Fichthorn, Grundschullehrer in Hassum, einen Vortrag für die Landjugend mit dem Thema "Aberglaube gestern und heute".



1961

Am 15. Januar beginnt eine religiöse Jugendwoche, gehalten von Pater Johann, als Vorbereitung auf die Ehe. Es werden Fragen wie "Liebe", "Freundschaft" und "Familie" diskutiert. Eingeladen sind alle Jungmänner und Jungfrauen ab 17 Jahre. Die Jugend rückt durch Diskussionsrunden und Vortragsabende sowie durch ihr schon zur Tradition gewordenes Winterseminar immer mehr in den Vordergrund. Auch das Geld für die langersehnte Neuerrichtung der Orgel ist nun zusammengetragen, so dass der Auftrag vergeben werden kann.



1962

Am 23. September 1962 (Kirmessonntag) erklingt die Orgel dann zum ersten Mal. In diesem Jahr wie auch in den Folgejahren, werden neue Mitglieder in die Landjugend aufgenommen. Zunächst ist feierliche Messe. Nach der feierlichen Messe findet man sich zu einer kleinen Aufnahmefeier zusammen.



1963

In diesem Jahr wird zum ersten Mal von der Landjugend ein Karnevalsabend veranstaltet. Die Kirche erhält eine neue Heizungs- und Lüftungsanlage.



1964

Erstmals wählt die Dorfgemeinschaft ein verheiratetes Erntekönigspaar: Frieda und Peter Peters.



1965

Einen alten Dreikönigsbrauch lässt Pfarrer Meyer in Hommersum wieder neu aufleben. Nach der Andacht am Dreikönigsfest verteilt er an alle Kinder und Jugendliche Kuchen. In einem der Stücke befindet sich eine Bohne. Derjenige, der die Bohne findet (in diesem ersten Jahr ist es Manfred Kotters), darf unter den erwartungsvollen Augen der anderen über das Kirchenportal die Zeichen der Heiligen Drei Könige "C M B" mit einem Stück Kreide malen. Der Garten des Pfarrhauses wird erheblich verkleinert, um so Parkmöglichkeiten für die Kirchenbesucher zu schaffen. Der Erweiterungsbau an der Schule wird fertig gestellt. Die Schule erhält den Namen "Katholische Volksschule Peter". Am 29. Juni wird die erweiterte und umgestaltete St.-Petrus Schule geweiht.



1966

Zur Freude der Kinder und der Jugendlichen verwandeln sich die Kendelwiesen durch Hochwasser und Frost im Januar zu einer riesigen Eisfläche. Im Frühjahr 1966 beginnen die Abholzungen für das spätere Bundeswehrdepot. Hierzu schreibt Pfarrer Meyer in seiner Chronik: "Hier gibt es im Laufe des Jahres noch große Veränderungen. Schon verläuft ein hoher Zaun rings um das Gelände. Ein großer Teil des Waldes ist abgeholzt. Schilder weisen auf das Verbot des Betretens hin. Schade, ein herrliches Stück Wald, das Jugendliche oft zum Zelten einlud, das uns Erholung bot, bleibt uns nun verschlossen. Unser Heimatdorf mit seiner Ruhe und Geborgenheit verliert etwas Unvergessliches!"



1967

Am 2. Mai fährt Heinrich Erps seine letzte Fuhre Milch von den Bauernhöfen zur Molkerei nach Hassum. Dreißig Jahre machte er seine Runde als Milchfuhrmann. Von da an wird die gesamte Milch von zwei Tankwagen übernommen, die die Milch nach Luisendorf transportieren. Im Zuge der Rationalisierung wird somit wieder ein Stück Selbstständigkeit der Dörfer aufgegeben. Im Juli des Jahres machen die beiden Landjugendgruppen aus Hommersum einen gemeinsamen Ausflug nach Münster. Schade - das Erntekönigspaar Ernst und Lis Leenen muss das erste verregnete Erntedank seit Bestehen des Festes erleben.



1968

Am 26. Juni des Jahres wird der letzte Unterricht in der Schule zu Hommersum erteilt. Von nun an müssen die Hommersumer Kinder nach Hassum und Goch zur Schule gehen. Wiederum muss ein Stück Eigenständigkeit aufgegeben werden. Im August wird die neue Platzanlage der DJK Ho-Ha eingeweiht. Beim Erntedankfest gibt es einen Wechsel: Heinrich Erps löst den bisherigen Herold Peter Jans ab.



1969

Am 1. Juli 1969 wird die Gemeinde Hommersum endgültig der Stadt Goch angegliedert. Der letzte Bürgermeister, Viktor Sanders, muss sein Amt niederlegen. Im August überreicht die Landjugend der Kirche einen Scheck über 125.- DM, die aus dem Erlös von Theateraufführungen in Hassum stammen. Im September wird die ehemalige Schule zum Kindergarten umfunktioniert. Zunächst zählt dieser Kindergarten 30 Mitglieder. Schnell erhöht sich die Zahl aber auf 50. Die ersten Kindergärtnerinnen sind Wilhelmine Basten und Luise Verhülsdonk. Im selben Monat wird Richtfest im Bundeswehrdepot gefeiert. Sogar Oberfinanzpräsident Hönig kommt aus diesem Anlass nach Hommersum. Schon 1970 soll die damals größte Baustelle im Kreis Kleve beendet werden.



1970

Die beiden benachbarten Landjugendgruppen feiern anlässlich der Hassumer Kirmes ein Sommerfest im Hallenzelt.



1971

In der Nacht vom 17./18. Januar wird in der Hommersumer Kirche eingebrochen. Die Diebe gelangen durch ein Fenster in die Kirche und erbeuteten 220.-DM. Im März feiert Pastor Meyer sein 25 jähriges Ortsjubiläum in Hommersum. Solange ist es nun schon her, dass er zu der fast völlig zerstörten Gemeinde Hommersum kam und mithalf aufzubauen, was man heute noch vorfindet. Aus diesem Anlass gibt’s ein Wochenende mit vielen Feierlichkeiten. Ein Jahr später als erwartet, nämlich am 1. April 1971, wird endlich die erste Dienstbesprechung im neuen Bundeswehrdepot gehalten. Auf eingezäunten 50 Hektar stehen 44 Hallen. Manch ein Hommersumer ist traurig, dass ein Stück Naherholungsgebiet verschwindet – aber gleichzeitig sind viele froh, hier eine Arbeitsstelle gefunden zu haben. Im selben Jahr feiert Hommersum mit dem Königspaar Peter und Gerda Nent sein silbernes Jubiläum des Erntedankzuges. Zwei Dutzend Exkönigspaare zeigen sich in goldener Pracht. Ein Problem, welches wohl jede Generation beschäftigt, sind Schlägereien. So erscheint in Pfarrer Meyers Aufzeichnungen im Oktober des Jahres folgender Wortlaut: "Ein Jugendlicher aus Goch tobte gestern in der Wirtschaft Hermsen/Janssen."



1972

Am 1. April 1972 feiert Pastor Meyer sein goldenes Priesterjubiläum. Viele kommen von nah und fern um zu diesem seltenen Anlass zu gratulieren. Zwei Monate später verzichtet er aus Altersgründen auf seine Pfarrstelle. Sein Nachfolger wird Pastor Fraune aus Hassum, der somit zwei Pfarrgemeinden zu betreuen hat. Im Juni gibt es noch ein Jubiläum zu feiern. Diesmal heißt es: 25 Jahre DJK Ho-Ha. Gleich mit einer ganzen Festwoche wird dieses Ereignis gebührend gewürdigt.



1974

Am Am 24. Juli verliert Hommersum eine Persönlichkeit, der es viel zu verdanken hat. In den Mittagsstunden verstirbt Pastor Josef Meyer im Alter von 77 Jahren. Zur Erinnerung an ihn seine Lebensstationen: 01.04.1897 Geboren in Wesel 01.04.1922 Priesterweihe 1922 Kaplan in Duisburg Ruhrort 1923 Kaplan in Saalhoff 1924 Kaplan in Recklinghausen/Grullbad 1933 Vikar in Südlohn 1942 bis 1945 Leidenszeit im KZ Dachau 1945 Rückkehr nach Südlohn 1946 Ernennung zum Pfarrer an St Peter in Hommersum, wo er bis zu seinem Tode in der Gemeinde gewirkt hat. Im Herbst des Jahres verzichtet Pastor Fraune aus gesundheitlichen Gründen auf seine Pfarrstelle. Sein Amt wird durch Pater C. Jansen neu besetzt. In einer feierlichen Messe wird er in seinen neuen Gemeinden Hassum und Hommersum eingeführt. In diesem Jahr wird der Hommersumer Heimat- und Verschönerungsverein gegründet.



1975

Ein großes Ereignis wird in diesem Jahr gefeiert. Ein Sohn der Gemeinde, Peter Boekholt, wird am 29. Juni durch den Weihbischof von Augsburg, Manfred Müller, in der Basilika von Benediktbeuern zum Priester geweiht. Eine Woche später ist Primiz in Hommersum. Selten ist die Kirche so mit Menschen gefüllt. Von nah und fern ist man gekommen, um dieses Ereignis selbst mitzuerleben. 52 Jahre ist es her, dass in Hommersum der letzte Priester - Gerhard Bodden - Primiz feiern konnte. Das Festzelt für Kirmes und Erntedank steht ab jetzt nur noch bei Evers. Früher wechselte der Standort zwischen Evers (ungerade Jahreszahl) und Fine Hermsen-Jansen (gerade Jahreszahl).



1976

Starker Wind drückt Anfang Januar im Dorf alte Lindenbäume sowohl in das Dach von Boekholt als auch in das von Schleuter. Am 1. Februar verstirbt der in Hommersum geborene Pastor Gerhard Bodden 82jährig. 31 Jahre wirkte er als Seelsorger in Hasselt. An den Karnevalstagen schlagen wieder Unbekannte zu: die Ortsschilder werden verändert. Nun steht dort zu lesen: „Füttern und Streicheln der Eingeborenen verboten“ und „Die Eingeborenen danken“. Natürlich wird die Beschriftung schon nach kurzer Zeit wieder in den Originalzustand gebracht. Das Jugendheim an der alten Schule wird renoviert. Auch hier muss Geldmangel durch Eigenleistung und Fleiß wett gemacht werden. Sitzbänke aus Schalbrettern und eine Theke aus Holzvertäfelung bilden die neue Innenverkleidung des Raumes. Am 14. August wird die Eröffnung gefeiert. Unbekannte werfen Mitte Juni etliche Heuböcke um und zerstören so die Heuernte von Bauer Hubert Jansen. Dieser hat „Tränen der Wut“ in den Augen. Beim Erntedankfest gibt es ein frühes Ende: Brandstiftung bei Heinrich Bauer und versuchte Brandstiftung bei Boekholt.



1977

Eine grausige Tat überschattet das ruhige Dorfleben. Anfang Juli wird der Sozialrentner Wilhelm F., im Volksmund "Whisky-Willi" genannt, auf brutale Art und Weise zu Tode gebracht. Die Täter können wenige Tage später gestellt werden. Ab dem diesjährigen Weihnachtsfest werden die Hommersumer von einer neuen Glocke zum Gottesdienst gerufen. Sie wurde in dem Nachlass des verstorbenen Pfarrer Meyers und seiner Schwester Elisabeth für unsere Kirche bestimmt. Man erkennt auch nach seinem Tod noch, wie sehr er an "seinem Hommersum" gehangen hat.



1978

Die Landjugend feiert im Mai ihr 20 jähriges Bestehen. So lange ist es nun schon her, dass man offiziell unter diesem Namen Jugendarbeit betreibt. Gebührend wird dieses Ehrenfest gefeiert. Man lädt andere Vereine zu einem Fußball- und Völkerballturnier mit anschließender Siegerehrung ein, hält einen Frühschoppen ab und serviert dem ganzen Dorf Kaffee und Kuchen in der alten Turnhalle.



1980

Durch die Einführung der Sommerzeit kann bei der Kirmes nun eine Stunde länger gefeiert werden. Beim Erntedankfest gibt es zwei Besonderheiten: zum einen vertritt Gerhard Jansen den verhinderten Herold Heinrich Erps und zum zweiten muss der Festumzug mit dem Erntekönigspaar Hubert Terhoeven und Petra Bauer abgebrochen werden – der Regen ist zu stark.



1981

Es entsteht eine heftige Diskussion um den Fortbestand des Hommersumer Kindergartens. Nach Auseinandersetzungen zwischen den Parteien kann eine Schließung abgewendet werden. Noch einmal ist es gelungen ein Stück Selbstständigkeit zu bewahren. Wer weiß, wie lange dies noch möglich sei, fragte man sich damals. Im Herbst beginnt man mit aufwendigen Renovierungsarbeiten am Turm unserer Kirche. Im Dezember wird der Grenzübergang bei Evers für Radfahrer und Fußgänger geöffnet.



1982

Die im Vorjahr begonnenen Arbeiten an der Kirche werden vorangetrieben. Es stehen sogar Mittel bereit, den alten Eingang hinten an der Kirche wieder zu öffnen. Durch Anbringung eines Gitters wird so eine kleine Kapelle geschaffen, die auch tagsüber geöffnet ist. Der Ablauf beim traditionellen Erntedankfest wird wegen rückläufiger Besucherzahlen geändert: Das Wagenschmücken findet nun nicht mehr am Samstag, sondern am Freitag statt. Der abendliche „Tanz unter der Erntekrone“ wird von Sonntag auf Samstag verlegt. Am Sonntag gibt’s nach dem Umzug und den Vorführungen einen Dämmerschoppen. Dieses Wagnis wird mit einem Besucherrekord belohnt.



1983

Im Februar erhält das Jugendheim anlässlich einer Diskothek ungebeten Besuch. 15 "Punker" versuchen mit allen Mitteln Unruhe zu stiften. Leider können sie nur durch einen Polizeieinsatz von ihrem Vorhaben abgehalten werden. Eine allgemeine Flurbereinigung, auch in den umliegenden Orten, wird abgeschlossen. Die Gleise sind schon lange weg – jetzt wird im Dezember der Bahndamm gerodet. Außerdem wird aus einem Teil der Äcker ein asphaltierter Wirtschaftsweg: der jetzige „Transformatorweg“. Willy van de Pasch löst Heinrich Erps beim Erntedankfest als Herold ab. Die Eltern der Kinder des Kindergartens gestalten zum ersten Mal ihren eigenen Erntedank-Wagen.



1984

Die Straße „Viller“ wird im April verändert: die kurvenreiche Strecke zwischen Franken und der Viller Mühle wird begradigt. Außerdem werden an dieser Straße einseitig von Pellen bis fast zur Gaststätte Evers Bäume und Sträucher gepflanzt. Dr. Georg Peters aus Hommersum erhält im Juli den Hugo Schottmüller-Preis für hervorragende medizinische Arbeiten und Forschungen. Die Hommersumer Feuerwehr feiert im September ihr 50jähriges Bestehen.



1985

Im Februar eröffnet der Hommersumer Tischlermeister Johannes Sanders in Kleve eine „alternative Holzwerkstatt“. Im Oktober werden die auf holländischer Seite stehenden großen Pappeln an der Kendel gerodet.



1986

Großbrand Mitte Juni auf dem Böntumshof. Geschätzter Gebäudeschaden: ca. 150.000DM. Ab jetzt gibt’s beim Erntedankfest wieder ein Kinderkönigspaar (das erste: Oliver Schubert und Monika van de Pasch). Bundespräsident von Weizäcker und Königin Beatrix der Niederlande übergeben am 12. Oktober die Autobahn A 57 dem Verkehr. Leider heißt der Grenzübergang aber nicht „Hommersum“, sondern „Goch“. Am 16. November wird die Kirche nach einer gründlichen Renovierung mit einem Festhochamt wieder eröffnet.



1987

Die „Aktion Landschaftsschutz in Hassum und Hommersum“ wird ins Leben gerufen, um die Auskiesung zwischen dem Hassumer Bahnhof und dem Venn-Gebiet zu verhindern. Das Baggerloch am Klockscher Weg kommt trotzdem.



1989

Zum ersten Mal wird den Kirmesbesuchern ein „Brunch“ angeboten. Die Resonanz ist überwältigend. Dieses Frühstücksbüfett wird viele Jahre lang zur festen Kirmes-Einrichtung. Am Hommersumer Kirmesmontag wird die Bank in Hassum überfallen. Der Täter flüchtet Richtung Hommersum und wird mit Hubschraubern gesucht und später in der Pfalz festgenommen.



1990

Am 26. Januar fällt eine alte Linde in das Dach von Schleuter. Am 30. April stellt der Schießclub Hommersum zum ersten Mal den Maibaum auf den gerade fertig gestellten Dorfplatz auf.



1991

Im Mai wird die Absperrung der Kendelbrücke bei der Gaststätte Evers geöffnet. Im September wird sie wegen Einsturzgefahr wieder geschlossen, da auch Autos und andere schwere Fahrzeuge den Weg benutzten. 17. November: Das Pastorat wird nach gründlicher Renovierung feierlich eingeweiht.



1992

Johannes Pellen eröffnet an der Siemensstraße in Goch einen Baustoff-Fachmarkt. Am 10. August kippt ein starker Gewittersturm die Pappeln an der Kendel zwischen dem heutigen Pastor-Meyer-Pfad und dem Mortelweg. Am 6. November stirbt die langjährige Gastwirtin Johanna Evers.



1993

Gertrud Bodden wird am Muttertag vom „Gocher Wochenblatt“ zur Mutter des Jahres gekürt. Manfred Kotters löst Willy van de Pasch als Herold beim Erntedankfest ab. Wieder schlägt die Natur zu: Weihnachtshochwasser in Hommersum und Umgebung.



1994

Eine Änderung in der Nachbargemeinde Kessel, die auch Auswirkungen auf Hommersum hat: am 14. August beginnt die Zeit des Pastors Norbert Hürter.



1995

Ende Januar hat Hommersum erneut starkes Hochwasser an der Kendel. Die Anwohner reagieren: in Eigeninitiative errichten sie Dämme, um sich vor dem immer häufiger auftretendem Hochwasser zu schützen. Heinz Bömler, der Wahnsinnige Puppenspieler, kauft Mitte des Jahres die Viller Mühle.



1996

Die Bebauung des Neubaugebietes an der Straße „Viller“ beginnt. Das Bundeswehrgerätedepot feiert sein 25jähriges Bestehen mit einem Familientag im Juni. In der Nacht vom 18. auf den 19. Juni brechen Unbekannte in die Gaststätte Evers ein und reißen den Sparkasten von der Wand und entwenden ihn. Im August: erneuter Einbruch in die Gaststätte: drei Jugendliche entwenden Spirituosen und werden beim Austrinken auf der Kendelbrücke von der Polizei erwischt. Das Erntedankfest feiert sein 50jähriges Jubiläum. Statt Trecker ziehen in diesem Jahr stolze Pferde die Festwagen. Vinzenz Bodden und Marianne Bolte sind das Gold-Erntepaar. Fast alle bisherigen Erntekönigspaare geben dem Fest einen sehr feierlichen Rahmen.



1997

Zum Pfingstfest im Mai organisieren die „Treckerfreunde Hommersum“ den ersten „Oldtimer Treckertreff“. Hunderte von Maschinen sind zu bewundern. Dieses Treckertreffen findet ab nun im Zwei-Jahres-Rhythmus statt und wird immer beliebter. Der frühere Hommersumer Lehrer Franz Rasokat erhält im Juni aus der Hand von Landrat Gerd Jacobs das Bundesverdienstkreuz für sein ehrenamtliches Engagement im sozialen, gesundheitlichen und sportlichen Bereich. Im Juni feiert die DJK HoHa ihr 50jähriges Jubiläum mit einem großen Festakt. Ebenfalls im Juni findet Gerhard Arians ein Steinbeil, das mindestens 20.000 Jahre alt ist. Zum ersten Mal regiert beim Erntedankfest ein Königspaar zum zweiten Mal: Franz und Veronika Peters.



1998

Am 23. Mai verstirbt der langjährige Herold des Erntedankfestes: Heinrich Erps. Ab Mai findet in Hommersum keine Samstagabendmesse mehr statt. Es gibt nur noch die Messe am Sonntagmorgen. Pastor Peter Joannes Jansen feiert sein goldenes Priesterjubiläum. Stationen seines Lebens: 1948 – 1955 Lehrer am Seminar in Wynandsrade (NL) 1955 – 1957 Assistent am Ordensrektorat St. Barbara in Treebeek 1957 – 1971 Missionar in Sambia 1971 – 1974 Kaplan in Straelen 1974 – 1999 Pastor in Hassum und Hommersum Am 23. September wird der im Jahre 1974 gegründete Hommersumer Heimat- und Verschönerungsverein in das Vereinsregister eingetragen.



1999

Am 31. Januar scheidet Pastor Peter Joannes Jansen offiziell aus seinem Amt aus. Er wird aber weiterhin im Pfarrheim Hassum wohnen und in Hassum und Hommersum seelsorglich aushelfen. Am 7. November feiert er sein 25jähriges Ortsjubiläum. Nachfolger wird Pfarrer Engelbert Lindlar. Kirchlich verwaltet wird Hommersum nun von Pastor Norbert Hürter, der am 1. Februar in die Grenzgemeinde eingeführt wird. Am 8. Mai verstirbt, Franz-Josef („Männi“) Peters, der ab 1974 viele Jahre der erste Vorsitzende des Heimat- und Verschönerungsvereins war und das Dorf in vielen Bereichen voran gebracht hat. Die Wege „Hooge Weg“, „Transformatorweg“ und „Pfarrer-Meyer-Pfad“ erhalten ihre offizielle Bezeichnung. Da der Krümelball immer weniger Zulauf hat, gestalten ab diesem Jahr die Schmückgemeinschaften das Erntedankabschlussfest jeweils in eigener Regie. Die Schmückgemeinschaft „Viller“ beginnt mit dem „Dreschfest“.



2000

Franz-Josef Verheyen bekommt Mitte Januar die Cäcilienplakette für seine 50jährige Tätigkeit als Organist in der St. Petrus Kirche. Am 27. April verstirbt Pfarrer Alfons Becker 76jährig. Stationen seines Lebens: 1952 Priesterweihe ab 1957 Religionslehrer und Subsidiar in Rheinhausen St. Josef ab 1960 Kaplan an St. Maria Magdalena ab 1961 Pfarrer an der Kreisberufsschule Kleve 1970 wird er Oberstudienrat bis er 1984 in den Ruhestand tritt Lange Jahre ist er seelsorgerisch in Hommersum und Hassum tätig. Am 12. August feiert die Gemeinde mit einem Festgottesdienst das Silberne Priesterjubiläum von Professor Pater Peter Boekholt aus Hommersum.



2001

Die Hommersumer Feuerwehr erhält Anfang April ein neues Einsatzfahrzeug. Auch bei einem Fotowettbewerb von der Firma Jägermeister, bei dem 650 Feuerwehren teilnehmen, sind sie erfolgreich: als Preis bekommen sie ein Fest bezahlt. Im Oktober weiht die DJK HoHa ihren neuen Trainingsplatz und ihre neue Flutlichtanlage ein. Ende des Jahres verteilt der Heimat- und Verschönerungsverein zum ersten Mal einen Kalender mit den Terminen der Hommersumer Vereine.



2002

In der Villermühle organisieren Pfarrer Norbert Hürter und der „Wahnsinnige Puppenspieler“ Heinz Bömler am 27. April die erste „Strohmesse“. Pfarrer Hürter schafft am Ende des Jahres an einer römischen Privatuniversität den Doktortitel. Neuerung beim Erntedankfest: das traditionelle Essen des Königspaares mit dem Hofstaat findet nun bereits um 17.30 Uhr statt. Die Dankmesse beginnt um 19.00 Uhr. Anschließend zieht das Throngefolge, angeführt vom Hassumer Musikverein, direkt ins Festzelt ein. Im Oktober hat Pastor Peter Jansen wieder Grund zum Feiern: er gehört seit 60 Jahren zu den Franziskaner-Minoriten.



2003

Bei einem Einbruch ins Pfarrheim wird der Bewohner Anton Peters von dem Einbrecher verletzt. Die Landfrauen Hommersum feiern ihr 50jähriges Jubiläum. Im Oktober beginnen die Arbeiten für den Kanalanschluss an der Straße Viller. Am 13. Dezember pflanzt der Heimat- und Verschönerungsverein vorsichtshalber eine neue Linde. Die in die Jahre gekommene Ursprungs-Linde bleibt so lange stehen, bis ihr natürliches Ende kommt.



2004

Am 31. März wird das bisherige Bundeswehrgerätedepot offiziell stillgelegt. Es dient jetzt nur noch als Verwahrlager. Von den ehemals 200 Soldaten und zivilen Mitarbeiter bleiben lediglich 25. Der Schießclub blickt bei der Jubiläumsfeier am 30. Mai auf 50 Jahre Vereinsgeschichte zurück. Am 18. September enthüllen am Venn Deutsche, Niederländer und Amerikaner gemeinsam die Plakette „Heaven can wait“, die an den Absturz eines Flugzeuges vor 60 Jahren erinnern soll.



2005

Am 8. Mai wird das Straßenschild „Franz-Josef Peters Weg“ feierlich eingeweiht. Nach über elf Jahren als Küster macht Johann Jakobs im Juni einem jüngeren Platz: Klaus Linders übernimmt die Aufgaben. Im Spätsommer wird die Priestergruft an der Kirche saniert und neu gestaltet.



2006

Im Januar wird Franz-Josef Verheyen nach über 55 Jahren als Organist und Chorleiter des Cäcilienchores verabschiedet. Er bleibt aber weiterhin aktiv im Kirchenchor. Sein Nachfolger wird Daniel Verhülsdonk, der bereits den Kesseler Kirchenchor betreut. Die DJK-HoHa erhält den ersten Preis als „frauenfreundlichster Verein in ganz NRW“. Durch die Medien erfahren die Hommersumer, dass in den Jahren 1998 bis 2004 genveränderter Mais in ihrem Dorf angebaut wurde. Nur wo – das weiß man nicht! Immer wieder zündelt ein Brandstifter in Hassum und Hommersum. Im Juli präsentieren die Kinder den bepflanzten Kindergarten-Garten. Nach über 15 Jahren fährt Jürgen Rojahn im November zum letzten Mal die Niers-Kendel-Kinder zur Grundschule und wird von ihnen mit einem Lied und einem Geschenk verabschiedet.

2007

Im Frühjahr beendet Stefan Pellen seinen Meister als Landmaschinentechniker als Jahresbester. An der deutsch-niederländischen Grenze wird eine „Gemeinschaftliche Verbindungsstelle“ der Bundespolizei und der Königlichen Marechaussee für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit errichtet. Brandstifter unterwegs: in einer Nacht im April werden in Hommersum und Hassum vier Brände gelegt. Der Täter wird vorerst nicht gefasst. Im Oktober wird Franz Gommans 80 Jahre alt.Mit Daniel Kotters beginnt am Pfingstwochenende seit langem wieder ein Hommersumer Bienenfreund mit der Imkerei.

2008

Anfang des Jahres erhält Franz Gommans den Rheinlandtaler vom Landschaftsverband Rheinland für seinen unermüdlichen Einsatz in der Geschichtsforschung. Im Frühjahr gründen Hildegard Lintzen, Rosemarie Urselmans mit drei weiteren Damen das Netzwerk „Senioren- und Angehörigen-Hilfe“. Am 2. Und 3. August finden die ersten „Historischen Feldtage“ statt. Im Sommer beteiligt sich die 1. Damenmannschaft des DJK HoHa an der Kampagne „my goal – our world“. Für jedes geschossene Tor wird die Firma NO-AH! 20€ an das UNICEF-Projekt „Schulen für Afrika“ senden. Familie Lintzen spendet zwei Tonnen Bio-Kartoffeln an die „Gocher Tafel“. Die Frauengemeinschaft St. Petrus wird 80 Jahre.

Franz Urselmans veröffentlicht den ersten Band von „Hommersum frugger“, in dem der Werdegang von 50 Hommersumer Höfen in der Zeit von 1800 bis 2008 beschrieben wird.

2009

In der Karwoche wird eine neue Blutbuche an der Kirche gepflanzt. Die ursprüngliche Blutbuche musste wegen einer Erkrankung gerodet werden. Hanna Lintzen bekommt vom Rotary Club Kleve-Schloss Moyland für ihre Facharbeit in Physik den „Rotarischen Förderpreis“. Die Diplompädagogin Dorothea Schoofs feiert im März mit der sprach- und lerntherapeutischen Praxis „Lernstatt“ ihr 10-jähriges Bestehen. Anfang Juli feiern Heinrich und Irmgard Heek ihre Diamantene Hochzeit. Ebenfalls im Juli wird Gertrud Jankowski 95 Jahre alt. Ab jetzt zieht im November der St-Martins-Umzug auch durch das Neubaugebiet Hooge Weg. Der Kindergarten erhält von den Entlass-Kindern und deren Eltern ein großes Hinweisschild.
Am 21. Juni veranstaltet der St. Peter Kindergarten ein Fest zu seinem 40. Geburtstag. Vom 1. bis zum 23. Dezember findet zum ersten Mal der „Lebendige Adventskalender“ im Gocher Land statt. Auch Hommersumer Familien beteiligen sich an dieser Aktion.

2010

Ende Februar wird vom Heimat- und Verschönerungsverein zwischen Kirche und Kindergarten der 13m hohe Mast aufgestellt, auf dem ein Storchennest mit 1,30m Durchmesser diese Vögel einlädt, doch mal in Hommersum eine Wohnstatt zu errichten. Die diesjährigen Kommunionkinder Jan Peeters, Vivian van Heynsbergen, Luca Bauer, Lucas Rühlke, Niclas Küppers und Philipp Alexander spenden den Erlös aus der selbst gestalteten Messe und mehrere Tüten Lebensmittel der Gocher Tafel. Am 16. Mai feiert Franz-Josef Verheyen (bekannt als „Franz-Jupp de Köster“) seinen 80. Geburtstag und zugleich sein Diamantenes Jubiläum (60 Jahre) als Kirchenmusiker. Die Löschgruppe Hommersum der Freiwilligen Feuerwehr Goch feiert im Mai ihren 75. Geburtstag. Im Juli hat der St. Peter Kindergarten die Phase zur Zertifizierung vollendet und ist seitdem eine „vom Kneipp-Bund anerkannte Kindertageseinrichtung“ und damit der erste Kneipp-Kindergarten im Kreis Kleve! Sechs Aktive der Hommersumer Frauengemeinschaft übergeben 45 selbst gestrickte Socken für die „Kneipp-Taschen“ an den Kindergarten. Jens Bodden baut eine Pflanze an, die seit langer Zeit in Vergessenheit geraten ist: Buchweizen. Am 14./15. August findet die erste Fortsetzung der „Historischen Feldtage“ statt. Die Holzkonstruktion des Kirchendaches wird saniert. Die Kirche ist dafür eine lange Zeit eingerüstet

2011

Am 28. Mai wird die grenzüberschreitende Fahrradroute entlang der ehemaligen Boxteler Bahn eröffnet. Der Kneipp-Kindergarten erhält einen „Snoezelraum“, der den Kindern eine Rückzugsmöglichkeit bietet, wo sie zur Ruhe kommen können. Im Oktober feiert Maria Schoofs ihren 90. Geburtstag. Seit vielen Jahren hat es der Schießclub Hommersum wieder geschafft, den Amtspokal (mit 272 geschossenen Ringen) zu bekommen. Im Sommer wird die ehemalige Gärtnerei Steigner (Doris Steigner verstirbt am 3. August) abgebrochen. Der „Wahnsinnige Puppenspieler“ Heinz Bömler erhält am 20. November den Orden für Mundart und Brauchtum der „Queekespiere Keppeln“. Am 8. September um 21.03Uhr bebt die Erde; das Epizentrum liegt an der Driesbergstraße ungefähr fünf Kilometer unter der Erdoberfläche. Das Beben hat eine Stärke von 4,5. Am 25. September (Sonntag, Hommersumer Kirmes) verstirbt Pastor Peter Joannes Jansen, der 1974 bis 1999 für Hassum und Hommersum zuständig war. Danach ist er im „aktiven Ruhestand“. Im Dezember wird in der Gaesdonck mit großem Erfolg das Weihnachtsmusical zum ersten Mal aufgeführt – mit dabei: etliche Mitglieder vom Hommersumer Kirchenchor. Anita Maes eröffnet eine eigene Homöopathie-Tierheilpraxis und Katzenpension am Römerweg.

2012

Die Radsportgruppe „de Fietsers Hommersum“  schließen sich Anfang des Jahres der DJK HoHa an.

Ab Mitte Mai bieten Jens und Andrea zum ersten Mal ein riesiges Metallbett inmitten eines Getreidefeldes als Schlafstätte an, also ein echtes „Bett im Kornfeld“.

Eines der Hauptthemen dieses Jahres war der Verkauf des 65 Hektar großen Bundeswehrdepots. Hier eine Kurzfassung der Pressemitteilungen dazu: Ende März ist in der RP zu lesen, dass die „Kooperation landwirtschaftlich-energetischer Erzeuger in Goch (klee)“ beabsichtigt, das Gelände zu kaufen. Die vier Investoren aus Goch und Kleve planen, eine Kombination aus Bio-Landwirtschaft, touristischer Nutzung sowie Stromerzeugung zu schaffen. Am 24.April erfahren die Leser der RP: „Der Gocher Bauausschuss signalisierte unlängst bereits, dass er den Plänen grundsätzlich positiv gegenübersteht. Der Rat muss durch die Aufstellung eines Bebauungsplans eine solche Nutzung rechtlich erst möglich machen.“  Doch am 30. Mai schreibt die RP: „Drei Bewerber für Depot Hommersum“. Das sind die KLEE-Gruppe, eine weitere Gruppe Landwirte, die Champignons züchten möchte und ein „bekannter Bauunternehmer“. Nun scheint es, dass die Umstände des Depot-Verkaufs für viele Hommersumer nicht mehr nachvollziehbar sind. Deshalb veranstaltet der Hommersumer Heimat- und Verschönerungsverein am 1. Juli einen Informationsabend, der sehr gut besucht ist. Die Niederrhein Nachrichten schreiben dazu am 4. Juli: „Entgegen der weitläufig verbreiteten Meinung teilte er (Dr. Roland Pietsch) mit, das Areal sei noch nicht verkauft. Die Bürger brachten ihre Enttäuschung zum Ausdruck, erst jetzt umfänglich informiert zu werden. Die Versäumnisse wurden im Wesentlichen den politischen Parteien und der Stadtverwaltung angelastet.“  Am 7. September titelt die RP: „Siebers kauft Bundeswehrdepot“. Weiter schreibt sie: „Klar ist jedoch: auch die KLEE-Gruppe kommt zum Zuge. So wird es künftig nicht nur eine gewerbliche, sondern auf weiten Teilen des Geländes auch eine „ökologisch-regenerative Konversion“ geben.“

Am 9. Oktober wird die neue Brücke über die Kendel vom Bürgermeister der Gemeinde Gennep, Dhr. P.J.H.M. de Koning und Gochs Bürgermeister Karl-Heinz Otto ihrer Bestimmung übergeben. Genau da, wo noch vor vielen Jahren die Boxteler Bahn fuhr, kann man jetzt zu Fuß oder mit dem Rad die Kendel überqueren. Die Brücke, Länge 21 Meter und 38.000 Euro teuer, war das letzte noch fehlende Teilstück der Fahrrad- und Fußgängerroute entlang der ehemaligen Bahntrasse zwischen Boxtel und Wesel.

2013

Anfang des Jahres wird die Hommersumerin Nikola Nent, die seit einiger Zeit in der Nähe von Göttingen wohnt, bundesweit zur „Miss Jägerin“ gekürt. 
Am 17. Februar verstirbt der in vielen Bereichen Hommersums aktive Heinrich Heek im Alter von 93 Jahren. Lange Zeit war er „der“ Filmer bei den Erntedankfesten.
Im April besucht der Regionalbischof Wilfried Theising den Kneipp-Kindergarten St. Peter.
Im April wird die „grüne Grenze“ zu den Niederlanden gesperrt. Das Thema wird kontrovers zwischen Anliegern und Nutzern diskutiert.
Am 3. Mai findet in der Turnhalle eine Bürgerversammlung statt. Die Stadt Goch bietet dem Ort den Gebäudekomplex „ehemaliges Schulgebäude“ an. Der noch an diesem Abend gegründete Trägerverein (1. Vorsitzender: Klemens Spronk) nimmt das Angebot an. Am 19. Juli findet die Schlüsselübergabe durch Bürgermeister Karl-Heinz Otto statt. An diesem Abend erhält der Verein von der DJK HoHa eine finanzielle Starthilfe in Höhe von 1.421 Euro, die beim Sommerfest unter dem Motto „Tor für TV Hommersum“ erspielt wurden. Ende September hat der Verein bereits 120 Mitglieder.
Im Juni spenden die „Treckerfreunde Hommersum/Kessel“ aufgrund der Einnahmen beim Treckertreff einen neuen Einachs-Traktor mit Fräse. Über den Verein „Mumaaso“ aus Kessel geht das Gerät zu einer Schule für Waisenkinder in Uganda.
Im Oktober wird an der Kapellenhofstraße ein großer Schaltschrank montiert: Glasfaserkabel und schnelles Internet sollen bis zum Frühjahr 2014 in allen Außenbezirken Gochs zur Verfügung stehen.

2014

Die neue Pfarrei auf dem Gebiet „Gocher Land“ soll Ende 2015 einen Namen bekommen. Am 25. und 26. Januar können die Gemeindemitglieder deswegen in der Kirche abstimmen, welcher Namens-Vorschlag dem Bischof mitgeteilt werden soll. Am 26. Januar veranstaltet der Trägerverein „Alte Schule Hommersum“ ein Bauernfrühstück. Der Erlös wird für die neue Pflasterung des Schulhofes verwendet. Im Januar schenkt Franz Gommans 48 Kirchenbücher, die einen Zeitraum von rund 250 Jahren dokumentieren, dem Gocher Stadtarchiv. Im April gewinnt der Trägerverein „Alte Schule Hommersum“ (zusammen mit dem Asperdener Karnevalsverein Vallis Comitis) das Schryvers-RP-Kochduell in Goch. Im Oktober erscheint ein Kochbuch mit den Rezepten des Kochduells. Am Gründonnerstag spielen Akteure der Stringtime NiederRhein zum ersten Mal ein Konzert in der Hommersumer Kirche. 25. Mai: Kommunalwahl mit dem Hommersumer CDU-Kandidaten Klemens Spronk. Er erhält 153 Hommersumer Stimmen. Die Interessengemeinschaft „Pro Grüne Grenze“ wendet sich an den Petitionsausschuss NRW, um die Sperrungen der Zufahrten zur A57 aufzuheben. Am 20. Juli sorgt aufgrund der Hitze ein breiter Riss in der Autobahn für eine Vollsperrung der A57 am Grenzübergang. Anfang August finden wieder die Historischen Feldtage statt, bei denen nach überliefertem Wissen ein Kornhaufen aufgeschichtet wird. Am 13. September feiert der Trägerverein „Alte Schule Hommersum“ die Pflasterfete: unter Mithilfe der Hommersumer Vereine und diverser Sponsoren wurde eine rund 700qm große Pflasterfläche am Schulgebäude gestaltet. Am 18. September gedenken Amerikaner, Niederländer und Deutsche den Toten beim Abschuss eines US-Bombers vor 70 Jahren am Venn. Eine neue Gedenktafel wird enthüllt. Am Kirmes-Samstag spielt zum ersten Mal die Live-Band „Skip Direction“. Anfang Oktober sieht man den neuen Herold beim Erntedankfest: Thomas Dercks. 

 

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